Schon in der Non Pro sah man, dass ein hoch qualitatives Derby zu
erwarten war: Viele schöne und korrekte Ritte zeigten, wie
nah der zehnte Platz dem Dritten ist. Doch trotz des insgesamt guten
Starterfelds, konnten sich zwei Pferd-Reiterkombinationen besonders
hervorheben: Angelika Schürmann, die mit My Guns Loaded Reserve
Champion wurde (141.5) und der Schweizer Joseph Pfaff, der mit seinem
MS Colonel Smart entschieden und stilistisch schön einen Score
von 142.5 holte, was ihm dann auch den Sieg in Level 1 wie auch
in Level 4 einbrachte.
Alexander
Ripper siegt in der Open
Hier legte gleich die erste Starterin, Josephin Lintner, die Messlatte
mit einer 143 hoch an. Den folgenden Startern war klar, dass es
hier keine Punkte und Platzierungen geschenkt gab. Die musste
man erreiten, was Jürgen Pieper und sein Chic Train auch
kurze Zeit später in die Tat umsetzten. Ein rasanter Ritt
brachte dem Trainer von der Schwäbischen Alb eine 145 und
damit auch vorerst die Führung. Doch sein Schicksal sollte
Daniel Klein heißen: Dieser legte mit Whizable Star noch
einen Punkt drauf. Sollte ein Score von 146 für den Titel
reichen? Fast. Letztendlich wurde er dann doch Reserve (Level
1) bzw. Co-Reserve Champion. Denn die Konkurrenz war stark und
die Trümpfe noch nicht ausgespielt.
Doch bald sollte es so weit sein. Kurz nach dem zweiten Abziehen
kam Alexander Ripper auf dem Quarter Horse Hengst Wild At The
Bar, im Besitz von Wolfgang Müller, hereingeritten. Ein scheinbar
ewig langer Stop folgte. Und spätestens nach dem zweiten
Spin hatte er das Publikum voll auf seiner Seite. Rasante und
saubere Zirkel folgten, als Sahnehäubchen drei weitere tiefe
und lange Stops. Überall wurde der Atem angehalten, bis die
Erlösung kam: 148.5 sollten es für den 28-jährigen
Trainer aus dem Odenwald sein, der seinen Grays Starlight und
Hollywood Dun It Enkel so harmonisch durch die Prüfung gelenkt
hatte. Nun musste Grischa Ludwig mit Cruisin In Starstyle aufs
Ganze gehen. Mit viel Speed versuchte er, seinen Konkurrenten
einzuholen, jedoch musste er sich mit einem Score von 148 und
damit mit dem Reserve Champion Titel in Level 4 begnügen.
Bei der anschließenden Siegerehrung durften sich ein überglücklicher
Alexander Ripper und sein Wild At The Bar dann eine Morrison Trophy,
eine Lawson Trophy, eine Uhr von Louis Chevrolet und zwei Schecks
abholen.
Fotos, Umarmungen, eine plötzliche Champagnerdusche und Feiern
bis Mitternacht…Alles in allem ein gelungenes Derby für
Reiter, Besitzer und Publikum. Bleibt nur noch die Spannung, was
die Pferd-Reiterpaare beim Deutschen Derby Ende Juni noch aus
dem Hut zaubern werden…